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Bibel-Wissen FAQ (häufig gestellte Fragen)


Kategorie: Index -> Lebensfragen -> Christ und Familie

Frage

Antwort

Was geschieht mit Kleinkindern?

Frage: Was geschieht mit Kleinkindern, die das Evangelium noch nicht fassen konnten, wenn sie plötzlich sterben oder die Entrückung stattfindet?

Antwort: Die Bibel sagt nichts darüber. Aber wir wissen, daß Gott gerecht ist, und daß ein Säugling keine Verantwortung hat. Wir wissen aus der Schrift auch, daß die Kinder gläubiger Eltern bereits geheiligt sind (1. Kor. 7,14). Wie der Herr es mit solchen Kinderchen macht, wissen wir also nicht, aber daß Er es gut macht, ist gewiß! Wir dürfen, auch wenn unsere Kinder im Kleinkinderalter abberufen werden oder wenn die Entrückung stattfindet, dem Herrn völlig vertrauen, daß Er es wohl macht! Denn, obwohl wir, was die Ewigkeit anbetrifft, so wenig wissen über die Zukunft von Säuglingen und Kleinkindern, so wissen wir doch alles, um diesbezüglich getröstet zu sein, und zwar durch das Wort Jesu in Markus 10, 14: "Da es aber Jesus sah, ward er unwillig und sprach zu ihnen: Lasset die Kindlein zu Mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich Gottes."

Mit freundl. Erlaubnis. Ausführungen von Wim Malgo: Biblische Antworten auf 350 Lebensfragen.
Erschienen im (c)Verlag Mitternachtsruf. 1. Auflage, August 1985

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Darf ein Kind Märchen lesen?

Frage: Was halten Sie von Märchen? Ich selber habe den Kindern noch keine vorgelesen! Aber dürfen die Kinder sie lesen?

Antwort: Ich glaube, dass Ihre Fragestellung grundfalsch ist. Zwingen Sie Ihre Kinder nur nicht in einen Harnisch des Gesetzes: das darfst du, und das darfst du nicht! Entscheidend ist, ob Sie als Eltern Prioritäten gesetzt haben, ob in Ihrem persönlichen Leben Philipper 1, 21 volle Wahrheit ist: "Christus ist mein Leben. . ." Dann wird alles andere zur Nebensache. Dann werden die Kinder mächtig zum Zentrum Ihres Lebens hingezogen, das Sie beherrscht. Und dann werden sie gar nicht verunreinigt, auch wenn ihnen ein Heft oder ein Märchenbuch in die Hände kommt. Märchen sind ja an sich meistens harmlos und entsprechen der Fantasiewelt des Kindes. Aber da das Kind ein sehr scharfes Empfinden hat für das, was wahr und das, was nur Nachahmung ist, werden Märlein in seinem Leben völlig nebensächlich.
Das beobachtete ich auch bei unserer heranwachsenden Jungmannschaft. Unsere zwölf Kinder sind schon erwachsen. Auch die letzten vier sehen wir mit einer gewissen Wehmut immer größer werden. Was tun denn unsere vier Jüngsten? Lesen sie den ganzen Tag nur in der Bibel? Nein, gewiß nicht. Sie lesen in der Bibel, aber sie lesen auch andere Bücher und auch mal ein Märchen. Und es fällt uns Eltern nicht im entferntesten ein, ihnen zu untersagen, ihre geistliche Unterscheidungsfähigkeit zu schärfen. Im Gegenteil, ihre Persönlichkeiten müssen sich entfalten! Ich entsinne mich noch gut: Es war unsere älteste Tochter, die jetzt schon ihr siebtes Kind geboren hat. Sie war ein kleines Mädchen. Damals, vor bald drei Jahrzehnten, brauchten wir oft ein Tonbandgerät, um unsere ersten evangelistischen Radiosendungen aufzunehmen und wieder abzuhören. Andererseits hatten wir auch ein Radio, wo wir die Nachrichten hörten. Aber wie es so ist, hört man entweder vor oder nach den Nachrichten unmögliche Musik. Eines Tages bekamen wir Besuch, und das noch sehr kleine Mädchen sagte zu den Besuchern, indem es auf das Tonbandgerät zeigte: "Das ist ein Ding für solche, die den Heiland lieben", und auf das Radio weisend: ... . und das ist eine Maschine für solche, die den Heiland nicht lieben." Wir haben uns damals über die keimende Unterscheidungsfähigkeit in einem unserer Kinder gefreut.
Die innere Stellung der Eltern aber bestimmt das Wachstum der Kinder in der Gnade Jesu. Wenn wir von unseren Kindern einerseits absoluten und bedingungslosen Gehorsam verlangen, so müssen sie andererseits auch schon ganz früh die Freiheit erfahren, die dort ist, wo der Heilige Geist herrscht. Es ist eine bitterböse Erfahrung so vieler gläubiger Eltern, die ihre heranwachsenden Kinder immerzu gezwungen haben, sich "gläubig" zu verhalten, daß diese Kinder, sobald sie erwachsen waren, sich in die Welt stürzten; erleichternd aufatmend, daß sie den elterlichen Gesetzen entrinnen konnten. Grund: Sie hatten zuhause nie die herrliche Freiheit der Kinder Gottes geschmeckt. Das muß die größte Sorge der Eltern sein und nicht, ob ihre Kinder Märlein lesen sollen oder nicht.
Oder meinen Sie, der Herr erfülle Seine gewaltige Zusage nicht: "Ich bin gekommen, daß sie das Leben und volle Genüge haben sollen" (Joh. 10,11)? Sind es nicht gerade die Kinder, die Jugendlichen, die sich sehnen, ja darnach lechzen, das wahre Leben zu empfangen und volles Genüge zu haben? Wenn ihnen diese Quelle, das volle Genüge und wahrhaftige Leben in Jesus Christus durch die Eltern vorgelebt wird, dann sind solche Fragen über Märleinlesen sekundär, ja völlig hinfällig. Denn derjenige, der Jesus in Seiner wunderbaren unerschöpflichen Lebensfülle erkannt hat, fragt nicht: "Wie nahe kann ich bei der Welt bleiben und doch noch Jesus nachfolgen", sondern gerade umgekehrt: "Wie weit kann ich von der Welt weg sein, damit ich meinem Herrn noch besser gefalle?" Und gerade das lernen die Kinder wachstümlich, ohne Druck, ohne Gesetz, aber durch die "züchtigende Gnade" (vgl. Tit. 2,11-12).

Mit freundl. Erlaubnis. Ausführungen von Wim Malgo: Biblische Antworten auf 350 Lebensfragen.
Erschienen im (c)Verlag Mitternachtsruf. 1. Auflage, August 1985

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Was, wenn Kinder nachts regelmäßig aufschrecken?

Frage: Von manchen Eltern wird mir mitgeteilt, sie würden darunter leiden, daß ihre Kleinkinder in der Nacht aufschrecken und fürchterlich schreien. Bei vielen Kindern geschieht dies immer wieder mit der Regelmäßigkeit einer Uhr zu ganz gewissen Stunden. Woher das komme, wird dann gefragt, und was zu tun sei. Der Arzt sage, dies komme bei vielen Kindern vor, und gebe Beruhigungsmittel.

Antwort: Ich bin der Ansicht, daß diese Beruhigungsmittel die em1‘findsame Seele des Kindes betäuben und unempfindlich machen für die Mächte von unten, die es aufschrecken. Das gründlichere Mittel zur Heilung dieses Übels ist, die Ursache aufzuspüren. Eine wesentliche Ursache bei vielen Kindern ist, daß sie von den unwissenden Eltern zu sogenannten Naturärzten gebracht wurden oder durch eine un~urch5ichtige Frau besprochen wurden. Oft wird den Kindern auch ein Amulett umgehängt, und dann wundert man sich, daß sie in der Nacht von dämonischen Mächten geängstigt werden. Da hilft nur, sich in Buße und Beugung vor dem Herrn gründlich von diesen Finsternismächten loszusagen. Des öftern leiden die Kinder auch unter unbekannten Greuelsünden der Eltern: Wahrsagerei, Spiritismus, Pendeln usw., und wie gesagt, gerade die Kleinkinder sind meistens die Opfer, weil sie am empfindsamsten und empfindlichsten sind für jenseitige Mächte.

Es gibt aber auch eine dritte und positive Ursache, weshalb unsere Kleinkinder in der Nacht geschüttelt, geplagt und geängstigt werden. Das ist, wenn die Eltern entschiedene Nachfolger Jesu sind und Seelen für das Lamm gewinnen. Auf besondere Segensoffenbarungen des Herrn in den Versammlungen erleben wir oft schwere Anfechtungen an den Kindern. Es gibt nur ein gründliches Heilmittel: Wenn Greuelsünden da sind — direkte oder indirekte, von Eltern oder Vorfahren —sollten sich die Eltern in echter Buße beugen vor dem Herrn und das Blut Jesu in Anspruch nehmen. Wo dies geschieht, verliert der Geist, der das Kind plagt, sein Anrecht. Finsternismächte können es auf die Dauer nicht aushalten, wo das Blut Jesu gerühmt wird! Sodann sollte jeden Abend vor dem Schlafengehen mit dem Kind gebetet werden; und zwar sollte das Kind im Gebet vom Vater durch Handauflegung gesegnet werden. Beruhigungsmittel, wie gut sie auch gemeint sind, verdrängen den steten Einbruch der Finsternismächte in die Seele des Kindes nur, zumal die Seele betäubt wird. Später aber, bis ins hohe Alter, brechen die Mächte um so mehr hervor und quälen den Betreffenden. Wer aber den Sieg Jesu im vorgenannten Sinne in Anspruch nimmt, erlebt bleibende Befreiung seiner ihm anvertrauten Kinder.

Mit freundl. Erlaubnis. Ausführungen von Wim Malgo: Biblische Antworten auf 350 Lebensfragen.
Erschienen im (c)Verlag Mitternachtsruf. 1. Auflage, August 1985

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Kindererziehung

Frage: Wie sich ein Kind Gottes verhalten soll, wird bei uns viel gepredigt. Wie sollen wir aber unsere Kinder, die ja noch keine Wiedergeburt erlebt haben oder auch noch zu klein sind, erziehen? Was heute im Kindergarten oder in der Schule mit den Kindern gemacht wird, dazu können wir doch nicht immer ja sagen. Oder denken wir falsch? Sie haben doch selber viele Kinder, wie werden diese erzogen? Kino, Tanz, Sport, Theater? Und wie ist es mit dem Studieren-Lassen?

Antwort: Tatsächlich, wir haben zwölf Kinder großgezogen und sind sehr glücklich. Am Rande bemerkt: Wenn der Erst-geborene Jesus nachfolgt, haben es die nachkommenden Kinder leichter. Wie man das macht? Fragen Sie lieber wie Gott das macht! Er, der Herr, macht es so: Wenn Eltern beharrlich für ihre Kinder und mit ihren Kindern beten, und wenn diese Eltern, weil sie die Kinder lieben, ihnen schonungslos Gehorsam beibringen, dann greift Er schon frühzeitig und mächtig im Leben solcher Kinder ein, denn Kinderherzchen neigen nach oben. Sie bekommen ein feines "Gespür" für das, was Welt und das, was Nachfolge Jesu ist, und es gelüstet sie gar nicht nach dem leeren Kram und Tand. Und obwohl sie ihre Krisen und Anfechtungen haben, sind sie von einem unsichtbaren Schutzwall umgeben, denn sie sind geheiligt durch den Glauben der Eltern (1. Kor.
7,14).
Studieren? Natürlich sollten die Kinder lernen. Wenn daheim das "Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen> (Jos. 24,15) praktisch ausgeübt wird, sind sie gegen etwelche verderbliche Schuleinflüsse gefeit. Solange, und das sage ich zusammenfassend, Sie konsequent in Ihrer Familie den Altar aufgerichtet haben durch Bibelbetrachtung und Gebetsgemeinschaft, und solange Sie Ihre Kinder im biblischen Sinne erziehen, wie soeben umschrieben, sind Sie selbst als Eltern dem Herrn gehorsam und erleben, daß Ihre Kinder Ihnen auch gehorchen. Jede wahre elterliche Autorität gründet sich in der Autorität Gottes. Wenn die Eltern Gott nicht gehorchen, dürfen sie nie erwarten, daß ihre Kinder ihnen gehorchen, aber auch das Gegenteil ist herrliche Wahrheit.
Zum Thema Kindererziehung erschien vom gleichen Verfasser eine Schrift mit dem Titel "Wie erziehe ich meine Kinder?"

Mit freundl. Erlaubnis. Ausführungen von Wim Malgo: Biblische Antworten auf 350 Lebensfragen.
Erschienen im (c)Verlag Mitternachtsruf. 1. Auflage, August 1985

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Kind und Evolutionslehre

Frage: Ich sorge mich um meine Kinder, denen man in der Schule beibringen will, daß die biblische Lehre von der Erschaffung der Menschen eine Mythe sei, daß der Mensch vom Affen abstamme, daß der Sündenfall nicht wahr sei usw.

Antwort: Ganz allgemein gesagt, befindet sich auch der Schulunterricht auf der abschüssigen Bahn des Abfalls. Zu Ihrer Frage, was "aufgeklärten" Kindern zu antworten sei:
Nichts anderes als das: Wenn die Wissenschaft den Aussagen der Bibel widerspricht, so hat in jedem Falle die Bibel recht! Im übrigen ist es ja erwiesen, daß die Wissenschaft, besonders die Naturwissenschaft, ihre eigenen Thesen ungefähr jedes Jahrzehnt selbst korrigiert bzw. revidiert. Deshalb befindet sich der Mensch, der sich nach den sogenannten "gesicherten Erkenntnissen wissenschaftlicher Forschung" richtet, auf dünnem Eis. Er ist wie ein schwankendes Rohr, denn nichts hat sich als unzuverlässiger erwiesen als die "Weisheit der Welt". Auf Grund dieser biblischen Aussage zeugt es von einer geistlichen Dummheit ohnegleichen, sich auf solch törichte menschliche Schlußfolgerungen zu verlassen, anstatt auf das untrügliche Wort Gottes. Glauben Sie mir, Ihre Kinder haben — wenn es gut erzogene Kinder sind —ein inneres Gespür dafür, was wirklich wahr ist und was nicht. Wir haben unsere Kinder nie von ihrer "Aufklärung" in der Schule befreien müssen. Im Gegenteil, meine Jungs ka men mit schallendem Gelächter nach Hause und erzählten uns Eltern: "Denkt mal, sie wollen uns weismachen, daß der Mensch vom Affen abstammt!" Das ist die gesunde Reaktion eines Kindes, das den Herrn schon gefunden hat. Es bleibt bestehen: "Gott schuf den Menschen Ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf Er ihn, und schuf sie, einen Mann und ein Weib" (1. Mose 1, 27). Daß die "Wissenschaft" dies nicht versteht, ist ein anderes Kapitel: Gott hat die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht (1. Kor. 1,19-20). Weshalb? Als ein Gericht, weil "die Welt durch ihre Weisheit Gott in Seiner Weisheit nicht erkannte" (1. Kor. 1, 21). Deswegen ist die Wissenschaft blind für die Tatsache, daß Gott den Menschen geschaffen hat, und begnügt sich mit dieser törichten Schlußfolgerung und plappert Darwin nach, dessen damals aufregende Thesen schon überholt sind. Der stolze Mensch ist eben lieber ein veredelter Affe, als ein heruntergekommener Adam. Ich empfehle aber allen "Affen-Theoretikern", das nachstehende Gedicht unseres verstorbenen Freundes Ing. Philip Suter zu lesen:

Von Gott sind wir direkt erschaffen
Und stammen nicht von einem Affen!

—Wenn du es aber gerne hast:
Dein Ahne sprang von Ast zu Ast
Einst über hohe Urwaldbäume
— Und andre ähnlich blöde Träume
—Bis er herabstieg aus der Höh,
Damit aus ihm der Mensch entsteh
—Begehrst du solche Stammbaums-Ehr,
Bestreit ich sie dir nimmermehr.
Den Ruhm laß ich dir sicherlich!
Behalt ihn aber fein für dich!
Auch rat ich dir, gut zuzusehn,
Nicht andere dadurch zu schmähn,
Und sie, — das möcht ich dringend bitten —
Mit solchem Dreck zu überschütten.
—Dein Geist, ein Hauch aus Gottes Mund,
Du findest ihn bei keinem Hund.
Beim Pferde nicht und beim Giraffen,
Und ganz gewiß auch nicht beim Affen!
Bei der gesamten Kreatur
Der Tiere findst du keine Spur
Von einem Geist, der denkt und plant
Und schreibt und rechnet — und Gott ahnt. —
Ich stamm vom Gott der Ewigkeit
Und kehr zu Ihm zur Herrlichkeit,
Sein Wort, das heilig, echt und wahr
Und auch Sein Geist bezeugt mir‘s klar.

Mit freundl. Erlaubnis. Ausführungen von Wim Malgo: Biblische Antworten auf 350 Lebensfragen.
Erschienen im (c)Verlag Mitternachtsruf. 1. Auflage, August 1985

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Sexualunterricht in der Schule

Frage: Innerlich getrieben, habe ich den beigelegten Offenen Brief geschrieben, um, wenn möglich, den gläubigen Eltern eine Hilfe im Kampf für ihre Kinder zu geben. Es wird auf dem Gebiet des Sexualunterrichts unter den Kindern sehr viel Schaden angerichtet, weil die Eltern oft ahnungslos darüber sind, was sich in den Schulen mit ihren Kindern abspielt. Ich bin in Deutschland Lehrer und habe darum einen gewissen Einblick auf diesem Gebiet.

Antwort: Gerne veröffentlichen wir einige Punkte aus Ihrem wichtigen Offenen Brief:
Auch wenn die Schule laut Richtlinien und beschlossenen Gesetzen den sexualkundlichen Unterricht an unsere Kinder herantragen will, haben wir dennoch die Aufgabe, unsere Kinder in der Zucht und Ermahnung zum Herrn zu erziehen. Dieser Sexualkundeunterricht richtet sich aber in vielen Fällen gegen Gottes Gebot der Reinheit.
Außerehelicher Geschlechtsverkehr, Homosexualität, lesbische "Liebe", Selbstbefriedigung u.a.m. sind in Gottes Augen Sünde, sind Unzucht. Die ausführliche Behandlung dieser Themen vor der Klasse zerstört das Schamgefühl der Kinder, reizt zu sexueller Begierde und zum Ausprobieren, und gerade das wollen wir nicht. Wir wollen unsere Kinder in dieser Zeit der Gesetzlosigkeit bewahren, indem wir sie ermahnen und ihnen gute Vorbilder vor Augen führen. Unsere Waffe im Kampf ist Gottes wahres Wort (Eph. 6, 10-17). Um den Kunstgriffen des Teufels und mancher Menschen gegenüber standhalten zu können, brauchen wir diese göttliche Waffenrüstung. Im Kampf um den Sexualkundeunterricht ist der Schutz unserer Kinder so wichtig, daß wir ihnen helfen sollten, bevor sie Schaden genommen haben. Die Behauptung, daß dieser Unterricht den Kindern und Jugendlichen nicht schadet, der sie zur sexuellen Betätigung außerhalb und vor der Ehe reizt und ermuntert oder gar anleitet, ist falsch. Sie läßt sich an dem Beispiel Schwedens, das diesen Unterricht über zwanzig Jahre lang durchgeführt hat, widerlegen. Es nahmen zu:
a) Die Schwangerschaften bei Mädchen unter 14 Jahren um 900 Prozent (von 1956 bis 1972)
b) Die Abtreibungen bei Mädchen unter 15 Jahren um 200 Prozent von 1968 bis 1974)
c) Die Geschlechtskrankheiten bei Kindern unter 14 Jahren um Prozent (von 1950 bis 1972).
Aus dem Bericht: Die Ergebnisse nach zwanzig Jahren Sexualerziehung. (Inzwischen sind 13 Jahre verflossen und der Kampf sich gewaltig zugespitzt! Red.)
Wenn wir unsere Kinder von diesem Unterricht freistellen wollen und sie selbst nach göttlichen Gesichtspunkten entsprechend ihrer Reife aufzuklären und zu erziehen wünschen, dam lohnt es sich zu beten und zu arbeiten. Wir können zum Lehrm bzw. zur Schulleitung gehen, die Bibel und das Grundgesetz (Art. 4) mitnehmen (Art-Angabe betrifft Deutschland, Red.), und unnaren Standpunkt darlegen, mit der Bitte um Freistellung unseres des aus den entsprechenden Unterrichtsstunden. In dieser kann es sich in einem anderen Raum oder in einer anderen nützlich beschäftigen. (Im Grundgesetz Artikel 4 ist uns die Glaubens- und Gewissensfreiheit zugesichert worden.)
Sollten Lehrer und Schulleitung sich dennoch weigern wollen, folgen wir unserem Gewissen und halten unser Kind von diesem Unterricht fern; notfalls sogar für eine bestimmte Zeit vom ganzen Unterricht, bis eine Regelung erreicht worden ist. Manche Eltern haben diesen Kampf durch Gottes Gnade schon siegreich bestehen dürfen. Hier stehen wir mit unserem Gewissen vor Gott und sprechen mit Petrus: "Man muß Gott mehr gehorchen denn den Menschen> (Apg. 5, 29).

Jeder normal empfindende Mensch bekommt einen Ekel und Schrecken, wenn er heute zur Kenntnis nimmt, was den Kindern alles vorgeführt wird und wie diese zumeist noch unberührten und reinen Menschen durch den sogenannten Sexualunterricht besudelt werden. Da wird das Heiligste und Intimste, das Gott in den erwachsenen Menschen hineingelegt hat und das eine tiefe Verborgenheit darstellt, schamlos vor unmündigen Kindern enthüllt, die weder das Auffassungsvermögen, geschweige denn die Reife, noch die Fähigkeit haben, diesen "Unterricht" zu verarbeiten. Aber dieser von der Obrigkeit zum Teil legalisierte "Sexualunterricht> besudelt und verschmutzt zwangsläufig die jungen Seelen, ist doch die Sexualität nur dann geheiligt, wenn sie in der ehelichen Gemeinschaft zum Ausdruck kommt. Sobald sie aber den Unbefugten, ja Unzuständigen und Unmündigen weidlich dargelegt wird, verdirbt sie diese jungen Menschen. Aber die Schamlosigkeit nimmt ja zu. Professor Joachim IIlies, ein Naturwissenschaftler, prägte den Satz: "Ein Mensch ohne Schamgefühl ist ein seelischer Krüppel." Er stellte weiter fest, daß es "höchste Zeit" sei, inmitten einer verunsicherten Welt nach den Grenzen und Ordnungen zu fragen, "die für uns immer gültig sind". Es werde der Versuchung zu widerstehen sein, den Gesetzen unserer Geschöpflichkeit den Gehorsam zu versagen und "Maßlosigkeit als neues Maß zu setzen". Wörtlich erklärte Illies: "Verantwortung ist mehr als Trieb und Instinkt, und Sieg ist mehr als Scham. Aber unser aller Zukunft ist bedroht von Siegern, die keine Scham kennen. Wenn wir hier nicht kräftig widerstehen, wird uns am Ende nur die Scham bleiben, die keine Sieger kennt." Und ein anderer bekannter Wissenschaftler sagte in diesem Zusammenhang: "Schamlosigkeit ist der Ausdruck des Schwachsinns."
Wir leben in einer gerichtsschwangeren Zeit: Hurerei und Sodomiterei werden mehr und mehr legalisiert. Aber es zerreißt einem das Herz, zu sehen, wie unschuldige Kinder schon in diese Grundwelle des Verderbens hineingezogen werden. Deshalb sind wir dankbar für diesen Offenen Brief. Möge der Herr bald kommen, um Seine Gemeinde zu sich zu holen!

Mit freundl. Erlaubnis. Ausführungen von Wim Malgo: Biblische Antworten auf 350 Lebensfragen.
Erschienen im (c)Verlag Mitternachtsruf. 1. Auflage, August 1985

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Fernsehen oder fern sehen?

Frage: Ich kenne eine Familie, die schon jahrelang eine frei-kirchliche Gemeinde besucht. Seit einigen Monaten haben sie in ihrem Wohnzimmer einen Fernsehapparat stehen, und man hat sich daran gewöhnt, fast jeden Abend drei bis vier Stunden im Beisein von 8- und 1 4jährigen Kindern die weltlichen Bilder anzusehen. Wie ist Ihre Meinung hierüber?

Antwort: Damit ist diese gläubige Familie in eine teuflische Schlinge geraten. Die Atmosphäre in einer gläubigen Familie, die zur Fernseh-Familie wird, verändert sich schlagartig. Der dumpfe Druck des Sehen-Müssens, legt sich auf jung und alt. Der Geist des Glaubens und des Gebetes erlöscht. Wie stark die Sklavenbande des Fernsehens sind, geht schon aus der Tatsache hervor, daß "fernsehende" Leute nie Zeit haben. Sie hasten durch den Tag hindurch, um endlich fernsehen zu können. Konkret gesagt: Die unsichtbar dunkle Macht, die den Leuten diktiert zu sehen, ist der Geist des Antichristen, der gar bald die ganze Welt drängen wird ihn am Bildschirm anzubeten (Offb. 13,15). Es sind bedauernswerte, arme Kinder Gottes, die vom "gläubigen fern sehen" in das "satanische fern sehen" hineingezogen Sie fragen: Was ist denn der Unterschied? Der Gläubige sieht in die Ferne, wie schon Abraham von ferne den Tag Jesu sah und sich darüber freute (Joh. 8, 56), oder wie die Glaubenshelden, die getrost im Glauben sterben konnten, weil sie von ferne die Verheißung sahen: "Diese alle sind qestorben im Glauben und haben die Verheißungen nicht empfangen, sondern sie von ferne gesehen und sich ihrer -getröstet und wohl genügen lassen und bekannt, daß sie Gäste und Fremdlinge auf Erden wären" (Hebr. 11, 13). Wer jedoch an dem Flimmerkasten fernsieht, wird demgemäß kurzsichtig in seinem Glaubensblick und wird schließlich völlig blind für die ewigen Werte. Arme Kinder, die von solch verantwortungslosen, sich gläubig nennenden Eltern schon in ihrer Jugend geschädigt werden! Nicht nur, daß mancher Lehrer die "Fernsehkinder" seiner Klasse ihrer Zerstreutheit und Geistesabwesenheit wegen kennt, sondern weil die auf keimende, vom Herrn geschenkte Fähigkeit zu glauben und mit dem unsichtbaren Herrn zu rechnen, zerstört wird. Abgesehen davon, warnt auch die Wissenschaft mehr und mehr vor den schädlichen Auswirkungen des Fernsehens. So hat man zum Beispiel festgestellt, daß fernsehende Kleinkinder in ihrer Entwicklung zurückbleiben, weil sie das Viele, das sie täglich sehen, in ihrem aufkeimenden Geist, der auf Wachstum eingestellt ist, nicht verarbeiten können. Aber es gibt auch noch andere Gefahren, wie aus der folgenden Notiz hervorgeht:
In einem Vortrag von J. Schootemeijer wird biologisch-wissenschaftlich bewiesen, daß das von der Fernsehröhre ausgestrahlte Elektronenlicht regelrecht die menschlichen Gehirnteile verletze, die Nervenenden würden schließlich ausgebrannt. Jede Stunde, die wir noch länger vor dem Fernsehapparat sitzen — also auch in der Schule —, bedeute direkt eine größere Degeneration der Individuen und auf lange Sicht auch eine Degeneration der ganzen Menschheit.
Japanische Wissenschaftler und Arzte erklärten auf einem psychiatrischen Kongreß, daß das Fernsehen als solches eine direkte hypnotische Ausstrahlung habe. Mit TV sei ein neuer Mediumismus, eine Geistesmacht, über die Welt gekommen, die über der Wirklichkeit des Lebens stehe und depressives Irresein damit hervorrufe. Es werde eine Geistes- und Handlungsweise aufgebaut, die dem echten Sein des Menschen zuwiderlaufe, womit ihm aufgezwungen werde, was der Mensch eigentlich gar nicht wolle. Die Individuen werden zu einer knetbaren Masse! Ihnen erscheine das Anomale und Unnatürliche als das Normale, daher diskutieren und handeln sie unter der Einwirkung der medialen Beeinflussung wie Schlafwandler.
b) "Christ und Welt" brachte in "Audivisuelle Ketzereien" die zutreffende Aussage: Und mögen auch die Erfahrungen mit Fernsehen noch so alarmierend sein — auf den Fernsehzuschauer macht das gar keinen Eindruck. Er kann sich nicht mehr losreißen. Die überkommene Geistesmacht hat ihn in ihrer magisch-medialen Zwangsjacke!
Und Hippel bemerkt zu diesem Thema in seinem Buch "Denn Dein ist das Reich" u.a.: Schon die Kinderopfer des Heidentums waren von grausamer Bestialität. Weitaus schrecklicher sind die Kinderopfer, die man dem heutigen Bilderfeuer bedenkenlos darbringt. Verbrannten einst in diesem antiken Götzenfeuer sterbliche Leiber, brennen und verbrennen heute unsterbliche Seelen im Molochfeuer "Fernsehen"! Die Hingabe an eine Bild-Beeinflussung, wie auch eine Bildoffenbarung, das innere Verzehrtwerden durch dieses moderne Molochfeuer, verdirbt den Menschen in seinem tiefsten Wesen. Dieses Phänomen hat eine Menschheit geschaffen, die zunehmend weniger und schließlich gar keinen Zugang mehr hat zum gottgeoffenbarten Wort. Bildinspirierte Menschen verfallen dem Geist und Wesen des Tier-Malzeichens von Offenbarung 13. Sie mögen gar durchs "Bild" bekehrt worden sein — ihr inneres Geist- und Seelengefüge ist und bleibt ausgebrannt. Hier lodert ein fremdes Geistesfeuer.

Ich möchte darum jene gläubigen Eltern, die ihre Verantwortung in dieser Hinsicht noch nicht erkannt haben, mit großem Ernst warnen: Ihr, die Ihr eure Kinder "ärgert" (eine andere Übersetzung sagt "zur Sünde verführt"), ladet schweres Gericht auf euch. Der Herr Jesus sagt in Lukas 17, 2: "Es wäre ihm besser, daß man einen Mühlstein an seinen Hals hänge und würfe ihn ins Meer, denn daß er dieser Kleinen einen gert." Es ist aber noch Zeit, umzukehren und den Kaste wegzutun! Richtet den Altar in eurer Familie wieder auf, da heißt: Sorgt dafür, daß ihr mit den Kindern Gebetsgemeinschaft habt. Dann lernen sie mit Freuden das "fern sehe nach oben" und bekommen eine herrliche Weitsicht de Glaubens und ein Verlangen nach dem Tage Jesu Chris der bald kommt!

Mit freundl. Erlaubnis. Ausführungen von Wim Malgo: Biblische Antworten auf 350 Lebensfragen.
Erschienen im (c)Verlag Mitternachtsruf. 1. Auflage, August 1985

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Kein Fernsehen — bekommen Kinder Nachholbedarf?

Frage: In unserem Hausbibelkreis diskutierten wir kürzlich über das Thema Massenmedien. Dabei wurde bemerkt, die Kinder, die nie mit dem Fernsehen konfrontiert werden, e nie richtig lernen, mit diesem Massenmedium umzugehen, und daß das Fehlen eines Fernsehers bei einem Kind später womöglich zu einem großen negativen Nachholbedarf führen könnte. Da wir zwei Kleinkinder haben, jedoch keinen Fernsehapparat, interessiert uns Ihre Stellungnahme sehr.

Antwort: Je entschiedener man die Kinder vom Fernsehen fernhält — wobei die Fürbitte für die Kinder entscheidend ist!
—, desto mehr Abneigung wird in diesen Kindern gegen das Fernsehen erzeugt. Das setzt natürlich voraus, daß man die Kinder nicht nur vom Fernsehen abhält, sondern sie ganz bewußt zu Jesus hinführt. Denn wenn ein Kind einmal geschmeckt hat, was es heißt, dem Herrn Jesus zu gehören, verblaßt der Reiz des Fernsehens, und es entsteht in keiner Weise ein "Nachholbedarf". Machen Sie Ihre Kinder mit der Herrlichkeit des Herrn bekannt, dann sind all diese Fragen gegenstandslos. Denn dann wissen sie selber genau, was sie zu tun und zu lassen haben. Genau das haben wir auch mit unseren Kindern praktiziert. Das Gebet mit ihnen und für
sie gibt ihnen den inneren Zug zu Jesus hin, und sie wandeln in Seinen Wegen. Sie nehmen zwar zur Kenntnis, was um sie herum und in der Welt vorgeht, aber da sie nicht mehr von der Welt sind, werden sie von ihr auch nicht mehr angezogen.

Mit freundl. Erlaubnis. Ausführungen von Wim Malgo: Biblische Antworten auf 350 Lebensfragen.
Erschienen im (c)Verlag Mitternachtsruf. 1. Auflage, August 1985

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Muß ich meinem Vater gehorchen?

Frage: Es ist mein tiefstes Verlangen, den Herrn Jesus immer mehr zu kennen. Ich bin ein 17jähriges Mädchen. Nun bekam ich von meinem Lehrmeister eine Armspange geschenkt. Mein gläubiger Vater ist dagegen, daß ich sie trage. Auch trage ich gerne frohe Farben. Mein Vater ist wieder ganz anderer Meinung. Was muß ich jetzt tun?

Antwort: Deinem Vater gehorsam sein und genau das tun, was er sagt! Wenn Du dem Herrn Jesus gehörst, dann ist es wichtig, Seine Gebote zu halten, und das heißt: den Eltern gehorsam sein. Es geht hier gar nicht um die Frage, ob Du die Armspange tragen darfst oder nicht, ob Du helle oder weniger helle Farben tragen sollst, sondern es geht darum, ob Du Deinem Vater Anstoß gibst. Im strikten Gehorsam gegenüber Deinem Vater zeigt sich auch Deine Gehorsamswilligkeit gegenüber dem Herrn. Wenn Dein Vater — wie Du sagst — gläubig ist, dann meint er es gut mit Dir. Lies bitte Epheser 6,1 und auch 2. Mose 20, 12.

Mit freundl. Erlaubnis. Ausführungen von Wim Malgo: Biblische Antworten auf 350 Lebensfragen.
Erschienen im (c)Verlag Mitternachtsruf. 1. Auflage, August 1985

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Bis zu welchem Alter müssen Kinder den Eltern gehorchen?

Frage: Wir sind Eltern von elf Kindern. Und wir bitten Sie, uns folgende wichtige Frage von der Schrift her zu beantworten: Von welchem Alter an brauchen leibliche Kinder ihren Eltern nicht mehr zu gehorchen?

Antwort: Der Gehorsam der Kinder gegenüber ihren Eltern hängt nicht vom Alter der Kinder ab, sondern von der geistlichen Autorität der Eltern. Die Bibel zieht keine Altersgrenze sagt aber: "Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlasse und an seinem Weibe hangen, und sie werden sein ein Fleisch" (1. Mose 2, 24). Das ist der Augenblick, wo das Kind das Elternhaus verläßt und selbständig eine Familie gründe und den Eltern nicht mehr gehorchen muß. Doch sehen wir zum Beispiel bei Jakob, daß er über die Heirat seiner Kinder hinaus noch eine große Autorität über sie besaß. So sagte er bezüglich seines jüngsten Sohnes Benjamin, der dazumal bereits Vater von zehn Kindern war: "Mein Sohn soll nicht mit euch hinabziehen.. ." (1. Mose 42, 38).
Im Grunde genommen wird der Gehorsamsgrad der Kinder gegenüber den Eltern vom Gehorsamsgrad der Eltern gegenüber dem Herrn bestimmt. Das liegt auf der Linie, die uns in Hebräer 5, 8 aufgezeigt wird, wo von unserem gesegneten Herrn gesagt wird: "Und wiewohl Er Gottes Sohn war, hat Er doch an dem, was Er litt, Gehorsam gelernt." Weiter lesen wir hier: "Und da Er vollendet war, ist Er geworden allen, die Ihm gehorsam sind, eine Ursache zur ewigen Seligkeit" (V. 9). Da nun Jesu Gehorsam ein derart völliger war, daß Paulus über Ihn schreiben konnte: "Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz" (Phil. 2, 8), kann man mit Ihm, unserem Heiland, keine wirkliche Gemeinschaft haben, es sei denn, man gehorche Ihm ganz. Genauso unmöglich ist es, daß sich Kinder nicht unter die Autorität von solchen Eltern beugen, die ihrerseits dem Herrn völlig gehorchen.
Aber leider ist es eine Tatsache, daß der Gehorsam der Kinder den Eltern gegenüber fast ganz am Schwinden ist. Es ist dies ein Zeichen der Endzeit: "Das sollst du aber wissen, daß in den letzten Tagen werden greuliche Zeiten kommen. Denn es werden Menschen sein.., den Eltern ungehorsam..." (2. Tim. 3, 1-2b). Warum? Weil das Christentum in der Abtrünnigkeit bzw. im Ungehorsam seinem Herrn gegenüber lebt, nimmt die allgemeine Ablehnung jeglicher Autorität, nicht nur in der Familie, sondern auch gegenüber der Obrigkeit schnell zu — bis sich dieser weltweit um sich greifende Geist der Rebellion personifiziert in dem Menschen der Sünde, dem Gesetzlosen, dem Antichristen, der sich überhebt wider alles, was Gott oder Gottesdienst heißt (vgl. 2. Thess. 2, 4).

Mit freundl. Erlaubnis. Ausführungen von Wim Malgo: Biblische Antworten auf 350 Lebensfragen.
Erschienen im (c)Verlag Mitternachtsruf. 1. Auflage, August 1985

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Unsere Kinder ziehen aus...

Frage: Wir bewohnen ein größeres Einfamilienhaus. Nun ist es zusehends Mode geworden, daß die Kinder aus dem Elternhaus ausziehen. Auch unsere Kinder folgen diesem Trend, obwohl es bei uns genügend Raum hat. Was ist da zu tun?

Antwort: Ob nun Ihre Kinder im elterlichen Heim genügend Raum hatten oder nicht, ist nicht wesentlich. Wesentlich dagegen ist die Frage, ob sie genügend Nestwärme hatten. Ich bin überzeugt, daß die Ursache, weshalb so viele Kinder heute das Elternhaus vorzeitig verlassen, gerade da liegt, und damit auf der gleichen Ebene wie die zunehmende Isolation des einzelnen Menschen in der Masse. Wer kümmert sich denn heute noch um seine Nachbarn? Wer fragt noch nach seinem Nächsten? Das Wort Gottes durch den Mund des Paulus erfüllt sich in dieser Endzeit in schrecklichem Ausmaß: "Sie suchen alle das Ihre" (Phil. 2, 21). Die heranwachsenden Kinder spüren es nur allzu gut, wenn ihre Eltern für sich selbst leben und kein Verständnis haben für ihre kleine Welt und für ihre Probleme, die doch für das Kind selbst riesengroß sind. Natürlich: Außerlich ist meistens gut gesorgt für Nahrung und Kleidung, und es ist — wie Sie sagen —"genügend Raum" vorhanden. Aber warum zieht ein Kind aus? Weil es sich seinen Eltern gegenüber nicht äußern kann. Wenn der Herr uns Kinder anvertraut hat, dann soll es unser höchstes Anliegen sein, daß der Altar inmitten der Familie aufgerichtet bleibt, das heißt: echte Gemeinschaft von Eltern und Kindern mit dem Herrn durch Bibel und Gebet, und nicht zuletzt, daß die Eltern vor dem Herrn für ihre Kinder einstehen und ringen und flehen. Dann entsteht diese wunderbare, eigentümliche geistliche Nestwärme, und dann wird es einem heranwachsenden Kind nur selten einfallen, möglichst schnell dem Elternhaus zu entfliehen, es sei denn daß es heirate oder zur Ausbildung in eine entfernte E ziehen muß.
Sie und alle Eltern, die mit ihren Kindern die gleiche Erfahrung machen, fordere ich auf, sich vor dem Herrn über alle Unterlassungen den Kindern gegenüber zu beugen und sich zu demütigen. Bei dem Herrn ist viel Vergebung! Das Blut Jesu Christi macht rein von aller Sünde! Solch eine Reinigung funktioniert wie eine Heizdecke im kalten Schlafzimmer: Es entsteht (wieder) eine anziehende geistliche Wärme. Und siehe da, die abgewanderten Kinder kehren ohne Aufforderung nach Hause zurück.

Mit freundl. Erlaubnis. Ausführungen von Wim Malgo: Biblische Antworten auf 350 Lebensfragen.
Erschienen im (c)Verlag Mitternachtsruf. 1. Auflage, August 1985

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Woher kommt die Rebellion der heutigen Jugend?

Frage: In unserer heutigen jungen Generation macht sich der Geist des Antichristen stark bemerkbar. Die Gesetzlosigkeit nimmt immer mehr überhand (vgl. Matth. 24,12, Red.). Die Männer, die die Verantwortung für das Volk tragen, sind nicht mehr Herr der Lage und auch nicht mehr fähig, das Verbrechertum zu bekämpfen. Auch wir hier in unserer kleinen Stadt erleben das fast täglich. Es vergeht kaum ein Tag, wo nicht Menschen, vor allem ältere Bürger, zusammengeschlagen und beraubt, ja sogar ermordet werden. Außerdem werden fast jede Nacht städtische Einrichtungen demoliert und zerstört. Man fragt sich, woran das liegt, daß die heutige junge Generation so brutal und zu allem fähig ist. Kinder im Alter von 13 bis 15 Jahren begehen schon kaltblütige Morde...

Antwort: Die Ursache, daß die Jugend heute rebelliert, liegt nicht direkt bei der Obrigkeit, sondern im Elternhaus. Die neue Generation hat zwar Ernährer, aber keine Erzieher mehr. Dadurch, daß ihr die notwendige Züchtigung fehlt (und schon im frühen Kindesalter gefehlt hat), sind diese nun Herangewachsenen, wie die Schrift in Hebräer 12, 8 sagt, "Bastarde und nicht Kinder>. Mit anderen Worten: Die heutige Jugend hat aus Mangel an Züchtigung vielfach ihre Identität verloren. Oder meinen Sie, daß die Bibel umsonst so ernst und wiederholt mahnt, daß Väter die Rute nicht schonen sollen? In Sprüche 13, 24 steht geschrieben: " Wer seine Rute schont, der haßt seinen Sohn; wer ihn aber liebhat, der züchtigt ihn bald." Menge übersetzt hier: "Wer seine Rute schont, der haßt sein Kind; wer es aber lieb hat, läßt es früh die Züchtigung fühlen." Zur Rebellion der heutigen Jugend sagt auch Sprüche 29,15 ein klares Wort: "Rute und Strafe gibt Weisheit; aber ein Knabe, sich selbst überlassen, macht seiner Mutter Schande."
Die heutige antiautoritäre Erziehung ist eine furchtbare Tragödie, birgt doch der Ausdruck "antiautoritär" (=autoritäre Normen ablehnend) das Unglück schon in sich. Denn wie kann man von einem Jugendlichen erwarten, daß er Gott gehorcht, wenn er nicht lernte, den Eltern zu gehorchen? Da liegt die Wurzel der Not! Aber gleichzeitig ist dieses Ubel einer der 3 x 6 Wesenszüge des endzeitlichen Menschen bzw. des antichristlich geprägten Menschen: "Denn es werden Menschen sein ... den Eltern ungehorsam.. ." (2. Tim. 3, 2). Deswegen können wir als gläubige Eltern einander nicht genug ermahnen, unsere Kinder in der konsequenten Furcht des Herrn zu erziehen, wissend: Das, was unsere Kinder jetzt sind, werden sie auch später sein. "Wie man einen Knaben gewöhnt, so läßt er nicht davon, wenn er alt wird" (Spr. 22, 6). Wer sein Kleinkind bzw. seine Kinder machen läßt was sie wollen, begeht ein schreckliches Verbrechen am Werdegang des Kindes bzw. der Kinder. Wenn, was besonders in gläubigen Familien vorkommt, die Eltern dann aber in Buße und Beugung vor dem Herrn eine Kurswendung vornehmen, dann wird eine gesunde und geistlich geprägte Jugend mit klarem ldentitätsbewußtsein heranwachsen: Männer und Frauen mit klarer Zielsetzung, die ein gesundes und gesegnetes Volk bilden, denn "Gerechtigkeit erhöhet ein Volk; aber die Sünde ist der Leute Verderben" (Spr. 14, 34).

Mit freundl. Erlaubnis. Ausführungen von Wim Malgo: Biblische Antworten auf 350 Lebensfragen.
Erschienen im (c)Verlag Mitternachtsruf. 1. Auflage, August 1985

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Kontakt mit den eigenen ungläubigen Kindern abbrechen?

Frage: Um ihre Kinder nicht zu verlieren, passen sich viele gläubige Eltern deren Ansichten an. Ich denke da anders. Man muß auch erwachsenen Kindern gegenüber Standpunkte vertreten, sonst akzeptiert man sie. Handle ich richtig, wenn ich als Mutter den Kontakt mit meinen ungläubigen Kindern, die nicht hören wollen, abbreche?

Antwort: Sie sollten als Mutter unter keinen Umständen den Kontakt mit ihren Kindern abreißen lassen! Sie haben sie unter Ihrem Herzen getragen, und wenn sie auf Ihre Ermahnungen nicht hören wollen, dann wenden Sie doch die altbewährte Methode des Apostels Petrus an: ... . auf daß auch die, so nicht glauben an das Wort, durch der Weiber Wandel ohne Wort gewonnen werden, wenn sie ansehen euren keuschen Wandel in der Furcht" (1. Petr. 3,1 b-2). Ihre Kinder können nämlich nicht verhindern, daß Sie, die Mutter, für sie beten. Und wenn Sie in dieser Gebetshaltung mit Ihren Kindern verkehren, dann geht unweigerlich eine überführende Kraft von Ihrem Leben aus. Also: Niemals den Kontakt mit den Kindern abbrechen — das wäre der Weg des geringsten Widerstandes —, sondern vielmehr priesterlich im Gebet für die Kinder ringen vor Gott, wobei Sie dem Herrn immer im Glauben Seine Zusage vorhalten dürfen: "Glaube an den Herrn Jesus Christus, so wirst du und dein Haus selig" (Apg. 16, 31).

Mit freundl. Erlaubnis. Ausführungen von Wim Malgo: Biblische Antworten auf 350 Lebensfragen.
Erschienen im (c)Verlag Mitternachtsruf. 1. Auflage, August 1985

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Darf man Schulden machen?

Frage: Darf ein Christ Schulden machen? Und besteht ein Unterschied zwischen den Schulden für den Bau eines Gotteshauses und denen für ein privates Einfamilienhaus?

Antwort: Schulden machen ist grundfalsch, denn wer garantiert Ihnen, daß Sie werden bezahlen können? Der Herr sagt in Lukas 14, 28: "Wer ist aber unter euch, der einen Turm bauen will, und sitzt nicht zuvor und überschlägt die Kosten, ob er‘s habe hinaus zu führen?" Mit anderen Worten: Er prüft, ob er imstande ist, seinen Bau dann auch zu vollenden.
Da steigt natürlich die Frage auf: Wie ist es denn mit den Hypotheken? Diese sind nicht wirkliche Schulden, denn der Bau bzw. das Haus — sei es ein Gotteshaus oder ein privates — bildet den Gegenwert der Hypothek; ja, dieser Gegenwert ist sogar höher als die Hypothek. Mit "Schulden" meint die Bibel jedoch solche, die man möglicherweise nicht zurückzuzahlen vermag. Deshalb sagt die Heilige Schrift: "Seid niemand etwas schuldig, als daß ihr einander liebet" (Röm. 13, 8a, Schlachter-Ubers.).

Mit freundl. Erlaubnis. Ausführungen von Wim Malgo: Biblische Antworten auf 350 Lebensfragen.
Erschienen im (c)Verlag Mitternachtsruf. 1. Auflage, August 1985

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Lebensversicherung auflösen?

Frage: Ich durfte durchs Gebet vieles erfahren bezüglich Dingen, die ich noch ablegen muß, damit Gott mich und meine liebe Frau ganz als Sein Eigentum brauchen kann. Nun wurde mir plötzlich bewußt, daß ich vor einigen Jahren eine Lebensversicherung abgeschlossen hatte. Ich flehte zu Gott, und immer größer wurde mir, daß ich auch da mein Leben ganz Ihm, unserem Gott, anvertrauen sollte und muß. Ich besprach das nun letzte Woche in aller Liebe mit meiner Frau. Sie kann es nicht verstehen und schaut auf andere Glaubensgeschwister. Sie kann nicht mehr schlafen, so quält sie das alles. Sie meint, ich sei lieblos gegenüber der Familie. Aber für mich wäre es Herrlichkeit, ganz mit Jesus zu gehen. Er ist ja unser Helfer, Rat, Kraft und Held!

Antwort: In Ihrer Lage würde ich die Versicherung nicht auflösen. Ich selbst war, trotz unserer großen Kinderschar, nie versichert. Ich will lieber in die Hände des Herrn fallen. Aber wenn Ihre liebe Frau als Gläubige in diesem Punkt noch schwach ist, so haben Sie doch Geduld und lassen Sie die Versicherung Versicherung sein. Beten Sie viel lieber, daß der Herr es ihr mit der Zeit offenbart und ihren schwachen Glauben stärkt, statt daß sie die Versicherung jetzt plötzlich auflösen und ihr Not bereiten. Ich möchte Sie in diesem Zusammenhang an das Wort aus Römer 15,1 erinnern: "Wir aber, die wir stark sind, sollen der Schwachen Gebrechlichkeit tragen und nicht Gefallen an uns selber haben." Im übrigen: Freuen Sie sich, daß Sie in Römer 8, 38-39 Ihre Versicherungspolice bei Gott haben: "Denn ich bin gewiß, weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürsten noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges weder Hohes noch Tiefes noch keine andere Kreatur uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu unserm Herrn." In der holländischen Übersetzung heißt es:
Vers 38a: ". . . want ik ben verzekerd", das heißt: ". ich bin versichert."

Mit freundl. Erlaubnis. Ausführungen von Wim Malgo: Biblische Antworten auf 350 Lebensfragen.
Erschienen im (c)Verlag Mitternachtsruf. 1. Auflage, August 1985

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Zum Tagesgeleit

Das Wort für Dienstag, 29. Juli 2014

Ich bin Gott, der Allmächtige. Wandle vor mir und sei untadelig!

1. Mose 17,1

Weil wir ein unerschütterliches Reich empfangen, lasst uns die Gnade festhalten, durch die wir Gott auf wohlgefällige Weise dienen können mit Scheu und Ehrfurcht!

Hebräer 12,28


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