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Bibel-Wissen FAQ (häufig gestellte Fragen)


Kategorie: Index -> Lebensfragen -> Christ in Politik und Staat

Frage

Antwort

Wir möchten politischen Rat

Frage: Die mir kürzlich durch den Verlag "Mitternachtsruf> zugesandte Schrift "Was sagt die Bibel über das Ende der Welt?" habe ich gelesen. Ich vermisse darin aber Ihren Rat, wie wir uns als Christen hier auf Erden zu verhalten haben, damit Gerechtigkeit und Frieden einkehren kann, was wir dafür tun müssen (nicht nur warten auf das Ende der Welt und unser eigenes Seelenheil der unendlichen Gnade von Jesus Christus unterstellen!). Ich erlaube mir, Ihnen aus "anders leben" einen Beitrag von Prof. Dr. Dr. Dr. Dr. Johannes Ude "Kapitalismus, der Erzfeind des Friedens> zukommen zu lassen.

Antwort: Was Sie in meiner Schrift "Was sagt die Bibel über das Ende der Welt?" vermissen, ist politischer Rat. Aber Politik ist ja immer unvollkommen. Und auch eine bessere Politik könnte der Menschheit nicht helfen. Die Politik ist nicht nur unvollkommen, sondern vielfach auch mit Lügen behaftet. Nehmen wir Ihre Beilage "Kapitalismus, der Erzfeind des Friedens" als Beispiel: Die darin aufgestellten Behauptungen sind alle relativ und von einem bestimmten Gesichtspunkt aus aufgestellt. Unter dem Absatz "Du sollst nicht töten", wird beispielsweise nur vom Krieg geredet, aber vom Mord am ungeborenen Leben steht kein Wort! Mit solchen politischen Bemühungen spannt man das Pferd hinter den Wagen. Jesus sagt: ". . . das Reich Gottes ist inwendig in euch" (Luk. 17, 21). Und deswegen versuchen wir, mit der Botschaft des Evangeliums den Menschen innerlich zu helfen, denn dann wird es auch äußerlich von selber gut. Der umgekehrte Weg führt nachgewiesenermaßen zu einem Fiasko. Denn nicht der Kapitalismus ist, wie in jenem Aufsatz behauptet, der Erzfeind des Friedens, sondern die innewohnende Sünde. Deshalb braucht der Mensch in seiner verzweifelten Verderbtheit Jesus! "Er ist unser Friede", sagt Epheser 2, 14.
Im übrigen: Wahre Christen warten nicht auf das Ende der Welt, sondern auf die Wiederkunft Jesu Christi!
Was wir tun müssen, fragen Sie? Und was wir mit unseren Feinden tun müssen?
1. "Tut Buße" (Apg. 2, 38).
2. "Hungert deinen Feind, so speise ihn mit Brot; dürstet ihn, so tränke ihn mit Wasser" (Spr. 25, 21).
3. "Bete, und tue das Gebet mit Freuden" (Phil. 1, 4).
4. "Tut desto mehr Fleiß, eure Berufung und Erwählung festzumachen" (2. Petr. 1, 10).
Der Herr Jesus sagt in Johannes 13,17: "So ihr solches wisset, selig seid ihr, so ihr‘s tut. "

Mit freundl. Erlaubnis. Ausführungen von Wim Malgo: Biblische Antworten auf 350 Lebensfragen.
Erschienen im (c)Verlag Mitternachtsruf. 1. Auflage, August 1985

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Soll man an die Urne gehen?

Frage: Wir haben in Deutschland die Kanzlerwahl, und ich weiß nicht, was ich als Christ tun soll. Wählen oder nicht? Die Bibel sagt, daß jede Regierung von Gott verordnet sei.
Warum denn also noch wählen? Und wenn ja: wen? Beide Kandidaten sind keine entschiedenen Christen.

Antwort: Wenn Sie nicht wählen, dann wählen Sie im Grunde genommen doch. Nur hat dann die Regierung, die nach Gottes Willen an die Macht kommen soll, Ihre Stimme nicht. Wenn wir die Wahlen verneinen, dann müssen wir auch den Staat an sich mit all seinen Einrichtungen wie Verkehrsmittel, Polizeischutz und Krankenhäuser usw. ablehnen.
Biblisch gesehen ist die SPD atheistisch und lehnt sich an die Sowjetunion an. Die katholische CDU-CSU aber bejaht das Vereinigte Europa, das heißt das werdende antichristliche Reich, sehr stark. Soweit ich das prophetische Wort erkenne, wird Westdeutschland früher oder später von solch einer politisch-religiösen Richtung regiert werden, denn das antichristliche Reich muß entstehen. Gottes Wort ist Wahrheit!

So würde ich an Ihrer Stelle von zwei Übeln das geringere wählen. Alle politischen Parteien sind verderbt. Aber weil die CDU-CSU sich nach dem Vereinigten Europa ausstreckt (sprich Wiederherstellung des Römischen Reiches), entspricht sie diesbezüglich der Erfüllung des prophetischen Wortes. Diese Tendenz sieht man ja schon in verschiedenen europäischen Ländern wie England, Holland u.a., wo sozialistische Regierungen abtreten mußten und nun konservative an der Macht sind. Gottes Handeln drängt zum Ziele hin (vgl. Offb. 13, 1-3).
Wie sehr die SPD der Entwicklung bzw. Etablierung eines Römischen Weltreiches im Wege steht, beweist die Reaktion der Chinesen auf ihre Politik.
Die Chinesen nehmen den Europäern übel, daß sie sich weigern, neben China, USA und Japan an der "Einkreisung des russischen Bären" teilzunehmen und daß sie diesen außerdem auch noch durch intensive Handelsbeziehungen und Überlassung von modernem Know-how stärken.
Insbesondere ist die Regierung in Bonn für die Chinesen eine herbe Enttäuschung. Sie können nicht verstehen, daß den Westdeutschen ein gutes Verhältnis zu Moskau offenbar wichtiger ist als die Wiedervereinigung (chinesische Diplomaten sprechen das offen aus, mit einer Art milden Verachtung)...
Diese politische Einschätzung Europas durch Peking wird wirtschaftliche Folgen haben. Deren Generallinie: Was China aus den USA oder von Japan erhalten kann, wird nicht mehr in Europa geordert. Dabei werden die Chinesen zunächst noch differenzieren: Frankreich wird zumindest solange noch hofiert, solange es bereit ist, im atomaren Bereich zu kooperieren. Auch England darf auf eine gewisse Vorzugsbehandlung hoffen, da es in den Augen der Chinesen der zuverlässigste Verbündete der USA ist.
Wird nun Deutschland bei der nächsten Kanzlerwahl eine konservative Regierung bekommen, sprich CDU-CSU, dann wird die Wiedererrichtung des Römischen Weltreiches beschleunigt. Kommt aber wieder die SPD an die Macht, dann wird sie gebremst.

Mit freundl. Erlaubnis. Ausführungen von Wim Malgo: Biblische Antworten auf 350 Lebensfragen.
Erschienen im (c)Verlag Mitternachtsruf. 1. Auflage, August 1985

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Soll man sich an den Europa-Wahlen beteiligen?

Frage: Demnächst findet die Wahl des Europäischen Parlamentes statt. Sollen oder dürfen wir uns als Gemeinde Jesu an dieser Wahl beteiligen? Ich habe da gewisse Bedenken, denn der Antichrist wird ja aus dem Zehnstaatenbund hervorgehen.

Antwort: Die Europa-Parlamentswahlen sind sozusagen die Grundlage des Vereinigten Europas — der Anfang des werdenden antichristlichen Reiches. In diesem Parlament werden höchstwahrscheinlich "christliche" Politiker (ob katholisch oder protestantisch) die Überhand haben, zumal das Antichristentum in seiner äußeren Erscheinungsform zunächst "christlich" scheinen wird, denn Rom, das Römische Reich, muß wiederhergestellt werden. Als Kinder Gottes haben wir aber in keiner Weise den Auftrag, dieses Reich zu etablieren bzw. stark zu machen, das in seiner Gräßlichkeit zur vollen Entwicklung kommt, wenn die Gläubigen entrückt sind. Demgegenüber erachte ich die Stimmbeteiligung bei Parlamentswahlen usw. im eigenen Land als Gehorsam der Obrigkeit gegenüber. Zudem bestimmen die jeweiligen nationalen Wahlen wie das Europaparlament aussehen wird. Aus diesen Gründen ist die Teilnahme an Europawahlen für einen Gläubigen nicht opportun.

Mit freundl. Erlaubnis. Ausführungen von Wim Malgo: Biblische Antworten auf 350 Lebensfragen.
Erschienen im (c)Verlag Mitternachtsruf. 1. Auflage, August 1985

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Atomkraftwerke: ja oder nein?

Frage: Was sagen Sie zu den Atomkraftwerken? Sollen wir als Gotteskinder dieselben bejahen oder ablehnen?

Antwort: Wir sind — was die geistliche Entwicklung in die antichristliche Richtung anbetrifft — gegen jegliche Atomspaltung und somit auch gegen Atomkraftwerke, obwohl wir uns dessen bewußt sind, daß wir vordergründig Ja dazu sagen müssen. Niemand kann die Gerichtstatsache aufhalten, daß Gott der Herr die Wissenschaft der Dämonie übergeben hat. Und wenn der Herr verzieht zu kommen, werden wir zweifelsohne von Atomkraft Gebrauch machen müssen. Ich bitte Sie, zu diesem Thema meine Auslegung von Offenbarung 20, 1-5 zu lesen, die in Band II meines Buches "Die Offenbarung Jesu Christi — Eine Auslegung für unsere Zeit" erschienen ist. Als Beispiel für das oben Gesagte möge Ihnen folgendes dienen: Wir sind geistlich gegen die immer größeren Zusammenballungen in der Wirtschaft, die sich u.a. in gigantischen Einkaufszentren manifestieren. Aber wir machen Gebrauch davon und kaufen auch dort ein. Nun mögen Sie erwidern: "Aber das ist doch zwiespältig?" Nein, denn indem wir all diese Dinge bejahen und miteinbezogen werden, ja gar gezwungen sind, davon Gebrauch zu machen, bejahen wir die hereinbrechenden Gerichte Gottes über diese Erde. Paulus sagt: .... sonst müßtet ihr die Welt räumen> (1. Kor. 5,10). So bin ich grundsätzlich gegen Computer. Und doch gebrauchen wir ihn um des Evangeliums willen, so wie wir es ablehnen, in einer Spielhölle zu sitzen; aber wenn uns die Gelegenheit geboten würde, darin das Evangelium zu verkündigen, würden wir es tun. Und so gibt es manches im politischen und wirtschaftlichen Bereich, in das wir miteinbezogen werden, während wir auf die Wiederkunft unseres Herrn warten.

Mit freundl. Erlaubnis. Ausführungen von Wim Malgo: Biblische Antworten auf 350 Lebensfragen.
Erschienen im (c)Verlag Mitternachtsruf. 1. Auflage, August 1985

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Wird die Schweiz der UNO beitreten?

Frage: Glauben Sie, daß es vermieden werden kann, daß die Schweiz der UNO beitritt? Es ist furchtbar, daß es überhaupt erwogen wird!

Antwort: Über politische Vorgänge oder Beschlüsse in der Schweiz zu urteilen, steht mir als Holländer nicht zu. Wohl aber kann ich Sie auf die prophetische Entwicklung bzw. die unausweichbare Erfüllung des prophetischen Wortes hinweisen: Das Hoheitsgebiet der Schweiz liegt innerhalb der Grenzen des Römischen Weltreiches zur Zeit Jesu. Und weil das erste und zweite Kommen des Herrn Jesu heilsgeschichtlich ein und dasselbe ist, wird es in denselben Grenzen wiederhergestellt werden. Das bedeutet konkret, daß die Wiederkunft unseres Herrn Jesu Christi
— unter derselben Weltherrschaft, nämlich der römischen, stattfinden wird und
— daß Er unter demselben Volk, nämlich Israel, erscheinen wird (vgl. Sach. 14, 4).
Da nun die UNO (=Vereinte Nationen), auch wenn wir sie "Unsicherheitsrat" nennen, gerade die politische Vereinigung der Nationen betreibt, so wird auch die Schweiz, besonders wegen ihrer geographischen Lage, über kurz oder lang der UNO beitreten.

Mit freundl. Erlaubnis. Ausführungen von Wim Malgo: Biblische Antworten auf 350 Lebensfragen.
Erschienen im (c)Verlag Mitternachtsruf. 1. Auflage, August 1985

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Sollte ein Christ Militär- bzw. Wehrdienst leisten?

Frage: Kann der Wehrdienst auf Grund der Bibel gerechtfertigt werden?

Antwort: Bei Diskussionen über diese Frage sind schon viele Köpfe heiß und viele Herzen kalt geworden. Jeder will um jeden Preis recht haben. Darum sei vorweggenommen, daß das Menschenherz von Natur aus durch und durch "militärisch" ist. Die Gegner der Wehrpflicht führen gerne das Wort des Heilandes an: "Wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen" (Matth. 26, 52). Es geht aber nicht an, dieses Wort zu mißbrauchen. Man kann leicht jede beliebige falsche Auffassung mit der Bibel belegen, wenn man die biblischen Aussagen aus ihrem Zusammenhang herausreißt. Hier aber spricht der Herr Jesus von einem persönlichen Racheakt und nicht von einem Vorgehen der Obrigkeit. Wer durch die Wiedergeburt ein Himmelsbürger geworden ist, verliert damit nicht die Bürgerschaft seines irdischen Heimatlandes. Zu einem Staatsgefüge gehört notwendigerweise eine Armee, denn wir leben noch nicht im Tausend jährigen Friedensreich. Nach meiner Erkenntnis der Schrift ist der Wehrdienst auf Grund der Bibel gerechtfertigt, denn in Römer 13, 1-2 steht geschrieben: "Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit ohne von Gott, wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott verordnet." Und Vers 4 des gleichen Kapitels: "Sie (die Obrigkeit) trägt das Schwert nicht umsonst."
Wer nun meint, sich als Staatsbürger der Wehrpflicht entziehen zu können, soll konsequenterweise auch auf die Rechte eines Staatsbürgers verzichten und staatenlos werden.
Natürlich sind damit nicht alle Fragen gelöst, denn: Was muß man zum Beispiel von einem gottlosen, agressiven Staat halten? Auch dieser ist von Gott verordnet, denn letzten Endes muß auch die Finsternis den Willen Gottes ausführen. Der Herr hat tausendfach bewiesen, daß Er Seine Kinder, die im Krieg ihre Soldatenpflicht leisten, wunderbar durchzubringen vermag. "Weg hat Er allerwegen, an Mitteln fehlt‘s Ihm nicht..."
Der heimgegangene Prof. Dr. Flügge schrieb einst zu diesem Thema einen aufschlußreichen Beitrag, den wir nachstehend gerne abdrucken:

Luther hatte das fünfte Gebot (5. Mose 5, 17) anfangs übersetzt:
"Du sollst nicht totschlagen." Das hier stehende hebräische Wort (razach) bedeutet nicht einfach "töten", sondern "morden", so wie der Löwe den Wanderer mordet (Spr. 22,13). In 4. Mose 35 wird sorgsam unterschieden, ob ein Mann den anderen etwa beim Bäumefällen aus Versehen so trifft, daß jener stirbt, oder beim Haus-bauen einen Stein so unglücklich fallen läßt, daß ein anderer tödlich getroffen wird — oder ob einer den anderen aus Haß oder Feindschaft absichtlich tötet. Dieses Letztere heißt im Hebräischen razach", morden. Das unabsichtliche Töten wird durch ein anderes hebräisches Wort bezeichnet. Ein Mord ist es auch, wenn man einen Menschen aus Wollust langsam zu Tode quält (Richt. 20, 5). Und schon ganz im Sinne Jesu nennen Elia und Elisa ihren König einen Mörder, der zwar gar nichts getan hat, aber den Mord gewollt hatte und Mörder dingte, die es für ihn taten. Der König ist ein Mörder! (1. Kön. 21, 19; 2. Kön. 6, 32). So reden auch Jesaja und Hosea über den gedanklichen Mord, der oft nicht zur Tat wird: Wer im Herzen einen Mord wünscht und sinnt, der ist ein Mörder (Jes. 1, 21; Jer. 7, 9; Hos. 4, 2; 6, 9). Auch öffentlich ausgesprochene Beleidigungen — wir reden im Deutschen von Rufmord — sind Mord (Ps. 42,11; 62, 4). Wer nun den anderen bei der Arbeit versehentlich tödlich trifft, darf nicht hart bestraft werden. Wer aber aus HaB mordet und willentlich den anderen tödlich trifft, soll von einem nahen Verwandten ermordet werden, der hierzu durch ein Gerichtsverfahren ermächtigt wird. Das Gericht muß untersuchen, ob jemand ein Mörder oder nur ein unabsichtlicher Totschläger ist (4. Mose 35 und 5. Mose 4 und 19). Der richtige Mörder (Hiob 24, 14; 5. Mose 22, 26) muß auf jeden Fall getötet werden. Wer zwar wie ein Mörder aussieht, in Wirklichkeit aber doch nur ein unabsichtlicher Totschläger ist, findet in den Freistädten Zuflucht, bis ein Gericht die Sache klärt, von dem er seine Unschuld beweisen muß — denn wenn er nicht unschuldig, sondern ein Mörder ist, muß er zum Tode verurteilt werden, wobei es keine Begnadigung gibt (Jos. 20 und 21>.
Heidnische Völker morden im Krieg mit Wollust, ohne Not und mit Grausamkeit (Hes. 21, 27). Solches aber wurde durch Gottes Gebot hart mit dem Tode bestraft (1. Sam. 15, 33, Samuel und Agag>. Wie ein Mörder bestraft werden muß, so müssen auch ganze Völker bestraft werden, wenn sie zuchtlose Räubervölker sind. Ein Volk kann dem Krieg nicht entrinnen, wenn das andere brutal vorgeht (2. Mose 17, 8; 1. Sam. 15, 3; Amos 1, 11; Obad. 11). Wird Israel um seiner Sünde willen durch Krieg zerschlagen, so soll es dieses geduldig tragen, ohne sich zu wehren (2. Chron. 12). Aber gelassen pazifistisch zuschauen, wie ein harter Feind ohne Grund Frauen und Greise mordet, das darf ein Volk nicht. Daher wurde David ein Kriegsmann. Wohin es führt, wenn ein Volk sich in pazifistischer Gesinnung lieber totschlagen läßt, als sich zu wehren, zeigt das apokryphe Buch 1. Makkabäer 2, 38-41. Wenn tapfere Helden ihr Heimatland gegen grausame Feinde verteidigen und sich schützend vor ihre Frauen und Kinder stellen, dann hilft Gott (Ps. 20 und 21).
Es ist erschreckend, wie man nun heute mit Hilfe falsch ausgelegter Bibelworte das Bibelwort abschafft und verdreht. Weil in der Bibel steht "Du sollst nicht morden, wer aber mordet, muß getötet werden", so folgert man heute in unseren Kirchen weithin: Also darf man nicht Soldat sein und darf nicht mit der Waffe seine Heimat, seine alten Eltern und seine Kinder vor Mord schützen. Obgleich die Bibel von Anfang an nachdrücklichst die Todesstrafe für jeden willentlichen Mörder fordert (1. Mose 9, 6), beseitigt man die Todesstrafe für Mörder, weil es heißt: "Du sollst nicht töten." So verdreht man das Bibelwort, das doch den Mord strengstens bestraft. Nicht die Todesstrafe ist grausam, sondern der Mord ist grausam — so grausam, daß er nach der Meinung der Bibel nur durch den Tod des Mörders gesühnt werden kann. Wer will denn hier klüger sein als die Bibel, als Gottes heiliges Wort? Der muß wissen, daß er dadurch alle irdische Ordnung zerbricht, weil er sanft gegen den Grausamen ist und dadurch den Mord fördert. Wer jetzt die Israelis hindern will, ihr Land mit der Waffe zu schützen, der hat die ganze Bibel gegen sich und kein einziges Bibelwort für sich. "Die eine Hälfte der Jünglinge tat die Arbeit, die andere Hälfte hielt die Waffen. Mit einer Hand arbeiteten sie, mit der anderen Hand hielten sie die Waffe" (Neh. 4,10-12).

Man sage nicht, dieses sei alttestamentlich, heute sei es für uns Glieder des Neuen Bundes anders. Nirgendwo erlaubt die Bibel, tatenlos auf der Seite zu stehen, wenn Land, Frauen, Kinder und Greise geschändet und gemordet werden. Und nirgendwo verbietet sie, die jungen Männer für solche Notzeit vorzubereiten. Johannes der Täufer und Petrus hätten genug Gelegenheit gehabt, dem Volke und den Soldaten Pazifismus zu predigen — und taten es nicht (Apg. 10,1). Vor allem hielt Jesus den Soldaten nie solcherlei Reden (Matth. 8, 5).
Die Lehre, man solle Mörder zu Gefängnis verurteilen und nach ein paar Jahren freilassen, als sei nichts gewesen, und die Lehre, einem Nachbarvolk schwere Waffen zu gönnen und selbst nichts zu tun, um sein Land zu beschützen, sondern waffen- und tatenlos zuschauen, wie Heimat und Frauen geschändet werden, diese Lehre stammt ganz gewiß nicht aus der Bibel, sondern aus glaubensloser neuer Philosophie. Wer diesen Lehren anhängt, beweist nicht seine Treue zur Bibel, sondern das Gegenteil: daß er die Bibel meistern will und sich klüger zu sein dünkt als alle Propheten und Apostel. Vielleicht hat er seine falsche Klugheit bei Buddha gelernt. Wer Buddhist sein will, der sei es. Er wird im Jüngsten Gericht keinen Fürsprecher und Heiland haben. Wer aber ein Jünger Jesu sein will, der muß den Worten der Bibel gehorsam sein und darf sie nicht willkürlich umformen. Eine ganz andere Frage aber ist es, wie sich ein Christ in einem wilden Hitler-Eroberungskrieg verhalten solle, wenn er zum Eroberervolk gehört. Im letzten Krieg sah ich, daß aufrechte Jünger Jesu immer ihren Weg fanden, sich als Jesu Jünger zu bewähren. Das soll jetzt aber hier nicht erörtert werden. Gerade weil es solche Hitlergestalten gibt, muß ein Mann, dessen Gewissen an Gottes Wort gebunden ist, bereit sein, die Frauen seines Landes vor Tyrannen zu schützen. Gottes Wort ist nicht weiche Gefühlsduselei, sondern streng und hart gegen alles Unrecht, und es verlangt, daß wir streng gegen uns selbst und streng gegen Mörder sind. Alsdann aber auch werden wir die wunderbare Güte Jesu erfahren, der uns durch Seinen Geist zur rechten Erkenntnis des Willens Gottes hilft, wie die Bibel ihn uns lehrt.

Bis soweit die Ausführungen von Professor Flügge. Er interpretiert damit auch die deutlichen Worte des Herrn Jesu über das Morden: "Wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen" (Matth. 26, 52), die ich eingangs zitierte. Er führt damit den Herrn als Kronzeuge an, der Seine göttliche Seelsorge an Soldaten nicht mit der Aufforderung verknüpfte, daß sie ihren Militärdienst quittieren sollten.

Mit freundl. Erlaubnis. Ausführungen von Wim Malgo: Biblische Antworten auf 350 Lebensfragen.
Erschienen im (c)Verlag Mitternachtsruf. 1. Auflage, August 1985

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Zum Tagesgeleit

Das Wort für Mittwoch, 16. April 2014

Wie wird ein junger Mann seinen Weg unsträflich gehen? Indem er ihn bewahrt nach deinem Wort!

Psalm 119,9

Paulus schreibt an Philemon:

Ich danke meinem Gott und gedenke allezeit an dich in meinen Gebeten.

Philemon 1,4


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